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Das Dörteler Quellwasser und seine Geschichte
und
Stiftung "Dorfbrunnen in Dörtel"
1. Dörteler Heilquellen:
Das "Dörteler Heilwasser" hat schon vor 5 Jahrhunderten eine nicht zu unterschätzende Rolle im und für den kleinen Ort, der auf eine fast 800 jährige Geschichte zurückblicken kann, gespielt.
Erste urkundliche Erwähnung des "Wildbades zu Thürtel" (verschiedentlich auch "Thurtal" genannt) reicht in das Jahr 1470 zurück. Vom Dörteler Wasser wissen wir aus jener Zeit, dass es "in Fässern ins Ausland" (u.a. sogar bis nach Österreich) verschickt wurde; dass es aber nicht nur getrunken wurde, sondern man darin auch gebadet hat.
Alte Berichte weisen auch aus, dass viele Heilsuchende von weither in der Hoffnung angereist kamen, um im "Wildbad zu Thürtel" Linderung ihrer Leiden zu erfahren. In alten Schriften ist ebenso die Rede von einem "Haus zur Unterbringung der Heilsuchenden von auswärts" (heute würden wir "Kurhaus" dazu sagen) und von einer "Badeanstalt", die es schon in "Thürtel" gab,als auch davon, dass das Wasser "gegen Schwellungen und Entzündungen der Haut sowie chronische Leiden und Nervenkrankheiten geholfen" hat.
1689 wurde die Heilquelle durch einen starken Wolkenbruch verschlagen. Die erneute Fassung der Quelle scheiterte an den sich ergebenden Besitzstreitigkeiten zwischen den Adelsheimern und dem Deutschen Orden.
Erst im Zeitraum 1767 - 1804 hat die "Regierung zu Mergentheim" dann mehrere Versuche unternommen, die verschüttete Heilquelle wiederzufinden.
Vielleicht wären die Grabungen im Jahr 1804 erfolgreich gewesen, wenn man damals nicht zu früh aufgegeben hätte. Im gleichen Jahr nämlich ist der noch "gemauerte, inzwischen ausgetrocknete aber rotbraun inkrustierte Kanal" der früheren Quelle wiederentdeckt worden.
Und 1824 entsprangen nach einem anhaltenden Regenwetter an vielen Stellen im Ort neue Quellen.
Vom Quellwasser im Viehstall der "deutschordischen Hofreite" ist verbrieft, dass nach diesem Wasser das Vieh "unbändig verlangte und sich deshalb von den Ketten los gerissen hat". Eine dann später in Bachnähe genommene Quell-Probe ergab u.a. folgende Werte:
- • Sehr frisch im Geschmack
• mit kohlensaurem Kalk und etwas Bittererde • dazu salzsauren Salzen.
- Dieses "Dörteler Wasser" wurde nach Zeitungsberichten 1825 und 1826
- • noch häufig nicht nur an Ort und Stelle mit gutem Erfolg getrunken
• sondern mittels "Krügen und Fässern auf viele Stunden weit verführt" • "gegen chronische Leiden und Nervenkrankheiten innerlich sowie als Bad angewendet".
- Wenn 1826 die Mergentheimer Quellen durch Schäfer Gehrigs Schafe nicht entdeckt worden wären, vielleicht stünden dann heute alle Bad Mergentheimer Kureinrichtungen im "Wildbad Dörtel".
Doch wir Dörteler begnügen uns mit dem Wissen von der seinerzeitigen "Heilkraft des Dörteler Wassers". Denn eines ist sicher, nur aus dem Glauben heraus hätten die Menschen nicht Jahrhunderte lang damit Gesundung gesucht.
Aber auch ohne das Prädikat "Heilwasser" ist unser Dörteler Eigenwasser eines der besten im gesamten Bereich:
Es muss nicht
- • so wie sonst fast überall- gechlort
• und nicht erst mit Ozon oder chemischen Zusätzen "genusstauglich " gemacht werden.
- Es schmeckt uns quellfrisch - oder als Herbsthäuser Bier.
2. Die Dörteler Brunnen:
Aus der "Beschreibung des Oberamts Mergentheim" ( Seiten 712 - 714 ) ist unter dem Titel "Das frühere Bad Dörtel...."zu entnehmen:
- "Noch jetzt befindet sich neben dem Haus Nr.10 des Joh. Dörr ein ausgemauerter Brunnenschacht, von dessen Wasser noch vor 40 Jahren der Krug zu 1 Kreuzer verkauft wurde..."
- Aus vielen weiteren Informationen ergibt sich, dass in früheren Jahren in Dörtel eine grosse Anzahl von Brunnen zur privaten Wasserversorgung aber auch als Viehtränke errichtet waren. Die Zahl "14" taucht öfter auf. Das bedeutet, dass praktisch jeder Hof "seinen" Brunnen hatte.
Heute gibt es in allen Nachbarorten, auch wenn sie selbst nicht über Eigenwasser -so wie wir- verfügen, einen oder mehrere öffentlich zugängliche, das Ortsbild verschönernde Brunnen.
Es ist deshalb nicht nur geschichtliche Verpflichtung, dass auch in Dörtel bald wieder ein Brunnen, möglichst ein Dorfbrunnen auf zentralem Dorfplatz, von der ursprünglichen Bedeutung des Wassers für Dörtel kündet.
Eine gute Gelegenheit, kostengünstig die Voraussetzungen für die Zuleitung des überschüssigen Quellwassers von der Pumpstation am südlichen Ortsrand in die Ortsmitte (zum künftigen Brunnen) zu schaffen, ergeben sich durch die geplante Umgestaltung der Ortsdurchfahrt. Diese Baumaßnahme ist seit langem geplant und sollte bereits 2004 vollzogen sein, könnte jedoch, wenn sich nicht neue finanzielle Engpässe auftun, 2005/2006 realisiert werden. Eine gute Gelegenheit, kostengünstig die Voraussetzungen für die Zuleitung des überschüssigen Quellwassers von der Pumpstation am südlichen Ortsrand in die Ortsmitte (zum künftigen Brunnen) zu schaffen, ergeben sich durch die geplante Umgestaltung der Ortsdurchfahrt. Diese Baumaßnahme ist seit langem geplant, sollte bereits 2004 vollzogen sein; sie wird jetzt gemäss Beschluss des Kreistags vom 22.12.2004 im Jahr 2005 realisiert.
Im Rahmen des öffentlichen Anhörungsverfahrens zum Bauprojekt "Ortsdurchfahrt" wurden auch der Dörteler Bürgerschaft die Baupläne zur Einsichtnahme vorgelegt. An keiner Stelle des gesamten Ortsgebietes lassen diese Baupläne die Errichtung eines zentralen Dorfplatzes mit dem angedachten Dorfbrunnen erkennen.
Zu warten also bis die Kreisverwaltung, die die Strasse im Zuge der K 2887 ausbaut, oder bis die Stadtverwaltung, die für die zwangsläufigen Nebenanlagen finanziell verantwortlich zeichnet, den Dorfplatz und Dorfbrunnen noch in die Bauplanung mit aufnehmen, könnte deshalb mit einer Enttäuschung enden.
3. Die "Stiftung Dorfbrunnen in Dörtel"
Im Wissen, dass es für Dörtel entsprechend seiner Vergangenheit geradezu ein "Muss" ist , einen öffentlich zugänglichen, mit das Ortsbild prägenden Brunnen zu besitzen, habe ich zum 7. September 2004 die
"Stiftung Dorfbrunnen in Dörtel"
ins Leben gerufen und sie, verteilt auf die beiden "Dörteler Hausbanken", mit einem entsprechenden finanziellen Grundstock versehen.
Folgende Konten mit Verwendungszweck "Dorfbrunnen in Dörtel" sind eingerichtet:
- Kto.Nr. 30 10 0712 76 Sparkasse Tauberfranken (BLZ 673 525 65)
Kto.Nr. 53 52 70 03 Volksbank Bad Mergentheim (BLZ 623 910 10)
- Ein Stiftungsrat wird verantwortlich zeichnen für
- • die Finanzverwaltung und weitere Spendensammlung
• die Erstellung/Mitwirkung bei der Erstellung von Konzepten für die Planung/Baudurchführung "Dorfplatz mit Dorfbrunnen"
- Ich würde mich freuen, wenn Sie, liebe Leser dieser Seite, im Interesse unseres längst überfälligen Dorfbrunnens dieser Stiftung wohl gesonnen gegenüber stehen.
Ihr Gustav Windt
Letzte Meldung:
Bürgerversammlung in Dörtel
Einstimmiges Bekenntnis zum Bau des Dorfbrunnens
Am Abend des 5. Januar fand im Dörteler Fischerheim eine von Ortschaftsrat Hans Hoffmann jr. einberufene Bürgerversammlung statt. Die zahlreichen Anwesenden freuten sich besonders, dass auch Ortsvorsteher Siegfried Kreuser aus Rot gekommen war und aus der Sicht der politischen Schiene Ausführungen zum einzigen Tagesordnungspunkt "Dorfbrunnen in Dörtel" machte.
Danach zeigte Gustav Windt, der Initiator der "Stiftung Dorfbrunnen in Dörtel", in einer Großbildschau die Planung des Ausbaus der Ortsdurchfahrt auf, wie sie vom Kreistag für das laufende Jahr 2005 beschlossen war. Dabei wurde anschaulich, dass amtlicherseits bisher an keiner Stelle ein Dorfplatz mit Dorfbrunnen eingeplant ist.
Nach angeregter Diskussion entschieden sich alle Anwesenden für den Bau eines Dorfbrunnens an zentralem Ort unter massgeblicher Mitwirkung der Bürgerschaft. Auch die Standortplanung konnte im Rahmen der Bürgerversammlung bereits konkrete Formen annehmen. 
Und aus den von OV Kreuser in weiter Umgebung "geschossenen" Brunnenbildern, die ebenfalls auf der Großleinwand vorgeführt wurden, zeigte sich schnell, wohin die Dörteler Vorstellungen über das Aussehen des künftigen Brunnens gehen.
Wie bekannt, wurde bereits im September 2004 die "Stiftung Dorfbrunnen" ins Leben gerufen; im Rahmen der Bürgerversammlung hat sich jetzt der Stiftungsrat konstituiert, der durch das Gremium einstimmig bestätigt wurde.
Dem Stiftungsrat gehören an:
- · Gustav Windt Initiator der Stiftung "Dorfbrunnen in Dörtel"
- · Rolf Bürckert Vorsitzender Angelsportverein Dörtel e.V.
- · Walter Spörer Vorsitzender Förderverein ehem.Schulhaus und Vorsitzender Evang. Schulstiftung Dörtel e.V.
- · Hans Hoffmann Ortschaftsrat
- · Martha Hammer Vertreterin Dörteler Frauen
- · Manfred Wenner Vertreter Dörteler Jugend
- Der Stiftungsrat zeichnet verantwortlich für
- · die Finanzverwaltung und weitere Spendensammlung,
- · die Erstellung/Mitwirkung bei der Erstellung von Konzepten
- · für die Planung/Baudurchführung "Dorfplatz mit Dorfbrunnen"
- Das bedeutet, dass wir uns jetzt alle sehr schnell in einer konzertierten Aktion von
Ortschaftsrat -auf der politischen Schiene- und Bürgern sowie Freunden und Gönnern von Dörtel und
auch die Dörteler Vereine -auf der leistungsmäßigen Schiene
verstärkt dafür einsetzen müssen, das Projekt "Historischer Dorfbrunnen für das ehemalige Wildbad zu Thurtal" im Zuge der Erneuerung der Ortsdurchfahrt zu verwirklichen.
Auf die Mithilfe eines jeden kommt es an!
Folgende Konten mit Verwendungszweck "Dorfbrunnen in Dörtel" sind eingerichtet:
- Nr. 30 10 0712 76 Sparkasse Tauberfranken (BLZ 673 525 65)
Nr. 53 52 70 03 Volksbank Bad Mergentheim (BLZ 623 910 10
- Auch auf Ihre Mithilfe, liebe Leser dieser Seite, kommt es an!
Jede Zuwendung bringt uns dem "Dörteler Dorfbrunnen", der aus unserer Geschichte längstens überfällig ist, ein gutes Stück näher. Herzlichsten Dank dafür.
Die Kreisverwaltung des Main-Tauber-Kreises bestätigte am 28. Oktober 2004:
Die Ortsdurchfahrt Dörtel im Zuge der K 2887 wird im Jahr 2005 entsprechend der bestehenden Pläne um- und ausgebaut.
Mitteilung aus dem Stadtrat vom 28. Oktober 2004:
Die Große Kreisstadt Bad Mergentheim muss für die ihr entsprechend der Baupläne zufallenden begleitenden Baumaßnahmen Gelder im neuen Haushalt noch bereitstellen.
Gemäss ergänzender Auskunft erscheint die Finanzierung eines Dorfplatzes mit Dorfbrunnen mehr als ungewiss.
Das bedeutet, dass wir uns jetzt alle in einer konzentrierten Aktion von Ortschaftsrat und Bürgern sowie Freunden und Gönnern von Dörtel verstärkt dafür einsetzen müssen, das Projekt
"Historischer Dorfbrunnen für das ehemalige Wildbad zu Thurtal"
im Zuge der Erneuerung der Ortsdurchfahrt zu verwirklichen.
Auf die Mithilfe eines jeden kommt es an!
Stiftung Dorfbrunnen Dörtel Jede Zuwendung bringt uns dem "Dörteler Dorfbrunnen", der aus unserer Geschichte längstens überfällig ist, ein gutes Stück näher. Herzlichsten Dank dafür!
Nr. 30 10 0712 76 Sparkasse Tauberfranken (BLZ 673 525 65) Nr. 53 52 70 03 Volksbank Bad Mergentheim (BLZ 623 910 10
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